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| Geschichte | Sehenswertes in Tortona | Castello | Römische Brücke | Römische Grabmale | Römische Stadtmauer | Mausoleum Maiorano | Palazzo Guidobono | Kirche Santa Maria Canale | Dom | Kreuzgang Annunziata | Basilika der Heiligen Madonna della Guardia | Bischofspalast | Teatro Civico | Abtei Rivalta Scrivia | Ausstellung des Malers Pellizza da Volpedo |

Tortona liegt ca. 20 km östlich von Alessandria am Fluss Scrivia am Fuß der Weinanbaugebiete Colli Tortonesi und dem Oltrepo Pavese, das bereits zur Lombardei gehört.

Kirche San Michele
Kirche San Michele

Geschichte Tortonas

Für die erste Ansiedlung gehen die Spuren bis in prähistorische Zeit zurück. Man nimmt an, dass Menschen bereits 800 v.Chr. eine befestigte Siedlung auf dem Hügel errichtet hatten. Auf das Eisenzeitalter im Gebiet "Castello" deuten Funde wie ligurische Keramik.

Im römischen Zeitalter gab es mehrere Siedlungen. Tortona könnte die älteste römische Siedlung des Piemont sein.

Das antike "Dertona" wurde 148 v.Chr. ursprünglich als ligurische Stadt gegründet. Die Bedeutung der Stadt ergab sich aus ihrer strategischen Lage am Handelsknotenpunkt von Via Postumia (Genua-Piacenza-Aquileia), Via Fulvia (Pollenzo-Asti-Tortona) und Via Emilia Scaura (Vado Ligure-Acqui Terme-Tortona).

In Tortona findet man aus dieser Zeit Ausgrabungen der Stadtmauer, des Aquädukts sowie von Grabstätten.

Persönlichkeiten wie Friedrich Barbarossa, der 115 Stadtmauer und Türme dem Erdboden gleich machte, die Visconti und Sforza mit Ludovico il Moro, Napoleon und die Savoyer spielten in der Geschichte Tortonas eine Rolle.

Touristisch interessante Bauten sind u.a.: die Kirche Santa Maria Canale aus dem 11. Jahrhundert, die Kathedrale aus dem 16. Jahrhundert, und der Bischofspalast, das Theater (1842), die Kirche San Giacomo aus dem 17. Jahrhundert, die Kapuzinerkirche, der Turm des Schlosses, die Via Emilia und das alte Stadtzentrum mit dem Palazzo Guidobono. Südlich von Tortona liegt das 1180 errichtete Zisterzienser-Kloster Rivalta Scrivia.

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Sehenswertes in Tortona

Oratorio di San Rocco
Oratorio di San Rocco

Castello

Das Castel ist ein Begleiter über die 2500 Jahre der Geschichte Tortonas. Auf dem Savo Hügel begann die Besiedlung mit dem einfachen ligurischen "Castellier", das später in eine römische Burg und in eine mittelalterliche Schloss umgebaut wurde. Unter Vittorio Amedeo IlI. Wurde das Castel 1773 eine stolze Festung. Nach der Zerstörung durch Napoleon 1801 sind noch einige Teile der Mauer und der Glockenturm als absurdes Symbol der Stadt übrig geblieben.

Römische Brücke (I. Jh. v. Chr.)

Bei Ausgrabungen wurde 1982 die Brücke entdeckt und 1987 freigelegt. Dabei wurde eine Kern aus Beton und Spuren von Kalksteinverkleidung gefunden.

Römische Grabmale (I. Jh. v.Chr. - I. Jh.)

In den 70-er Jahren wurden bei Ausgrabungen Grabkammern aus dem augustineschen Zeitalter gefunden. Die Grabsteine aus Sandsteinblöcken standen auf einer Art Podium.

Römische Stadtmauer (I. Jh. v. Chr.)

Die antiken Reste der römischen Stadtmauer befinden sich auf Colle Savo und stammen von einem Castel.

Mausoleum Maiorano (I. Jh. v. Chr.)

Im Pfarrhaus der Kirche San Matteo befindet sich das enorme Grab von fast 9x9 m des Imperators Maiorano, der im Jahr 461 von Ricimero ermordet wurde.

Palazzo Guidobono (XV. Jh.) via Emilia

Der Palazzo, heute Sitz des archäologischen Museums, gehörte der Familie Guidobono von Castellaro und Monleale bis 1762. Nach verschiedenen Nutzungen wurde der Bau 1939 mit einer neuen Fassade im gotischen Stil versehen.

Kirche Santa Maria Canale (XI - XII. Jh)

Die älteste Kirche Tortonas stammt aus dem Jahr 1151. Nach zahlreichen Umbauten hat sich rein romanischen Baustil durch Einbringen von gotischen Elementen verändert.

Die jetzige Fassade geht auf eine Restaurierung von 1853 zurück.

Zahlreiche Gemälde und Fresken sind noch erhalten, darunter eines aus der Schule Leonardos aus dem 16. Jh.

Dom in Tortona
Dom in Tortona

Dom (XVI. Jh.)

Der Dom entstand in der Periode von1574 bis1592 auf dem Boden der ehemaligen Kirche S. Quirino.

Die neoklassische Fassade des Architekten Nicolò Bruno stammt von 1880.

Bemerkenswert sind der Altar aus der Mitte des 18. Jh. und Werke von bekannten Malern.

Im Presbyterium befindet sich die Urne des ersten Bischofs und Schutzpatrons von Tortona S. Marziano Märtyrer.

Kreuzgang Annunziata (XV. Jh.)

Eine Seite des Kreuzganges des Ordens der Augustinerschwestern Annunziata ist erhalten geblieben.

Basilika der Heiligen Madonna della Guardia
Basilika der Heiligen Madonna della Guardia

Basilika der Heiligen Madonna della Guardia (XX. Jh.)

Die Marien-Basilika wurde 1931 auf Wunsch von Don Orione erbaut, der bereits 1893 das erste Internat für Jugendliche gründete.

In der Basilika sind die Sterbekleider des 2004 heilig gesprochenen Gründers Orione aufbewahrt.

Bischofspalast (XVI. Jh.)

Der Bischof Cesare Gambara ließ den Palazzo im Stil seiner Heimatstadt Brescia bauen. Von Bischof Carlo Settala wurde der Palast 1659 mit dem Dom verbunden.

Im Palast befinden sich bedeutende Malerein, darunter ein Triptychon Madona mit Bambino.

Teatro Civico (1836 - 38)

Die drei Balkonreihen des Theaters, das vom Baumeister Pietro Pernigotti aus -totona errichtet wurde, sind mit Friesen und Stuck dekoriert.

Erst 1990 wurde das Theater nach Rekonstruktion wieder seinem ursprünglichen Zweck als Musiktheater zugeführt.

http://www.teatrotortona.it

Abtei Rivalta Scrivia (Sec. XII)

Vom 1180 errichteten Zisterzienser-Kloster Rivalta Scrivia ist die Kirche erhalten geblieben. Kennzeichnend ist der charakteristischer Baustil der Zisterzienser mit den romanisch-lombardischen und französisch-gotischen Elementen. 1941 wurde Fresken aus dem 15. Jh. freigelegt.

Giuseppe Pellizza da Volpedo - Girotondo
Giuseppe Pellizza da Volpedo - Girotondo

Der Maler Pellizza da Volpedo (* 28.7.1868 in Volpedo; † 14.6.1907)

Einer der größten neuzeitlichen Maler aus der Gegend Tortonas ist Giuseppe Pellizza da Volpedo. Pelizza war ein Schüler der Accademia di Belle Arti di Brera in Mailand, wo heute sein Gemälde "Der lebende Strom" in der zugehörigen Pinakothek Breara ausgestellt ist. Als ein Vertreter des italienischen Realismus malte er vor allem sozial interessierende Themen. Sein bekanntestes Werk "Il quarto Stato", entstand in den Jahren 1898 bis 1901 in seinem Atelier in Volpedo. Es wird im Jahr 2010 eröffneten Museum '900 in Mailand ausgestellt. Nach dem frühen Tod seiner Frau beging der Künstler mit 39 Jahren Selbstmord.

Seine Bilder sind im Museum in Volpedo, dem Geburtshaus Pellizzas, im didaktischen Museum in Volpedo, Palazzo del Torraglio, piazza Quarto Stato 1, in Tortona in dem mittelalterlichen Palzzetto neben dem Dom sowie in der Pinakothek Brera Mailand zu sehen.

In den Hügeln um Volpedo und Monleale sind Staffeleien aufgestellt, um die Wege des Meisters nachvollziehen zu können.