Urlaub im Piemont, Urlaub in den Alpentälern von Monte Rosa bis Monviso
milano24ore

| Geschichte | Sehenswertes | Basilika Sant'Andrea | Synagoge |

Zentrum von Vercelli
Zentrum von Vercelli

Am Ufer des Flusses Sesia gelegen, befindet sich Vercelli zirka in der Mitte zwischen Turin und Mailand mitten im fruchtbaren Überschwemmungsgebiet der Poebene. Entlang der Fluss- und Kanalläufe wird auch heute noch Reis angebaut und Vercelli ist das größte europäische Reisanbaugebiet.

Sehenswertes in Vercelli

Vercelli ist eine Stadt, reich an Geschichte, Schätzen sowie Kunstwerken.

Die zentrale Piazza Cavour mit dem neoklassizistischen Dom ist umgeben von mittelalterlichen, gotischen und Rannaissance-Gebäuden und wird beherrscht vom Turm Torre dell'Angelo.

Basilika Sant'Andrea Vercelli
Basilika Sant'Andrea Vercelli

Ferienwohnungen im Piemont

 
 

Basilika Sant'Andrea

Die Basilika Sant'Andrea (erbaut 1219 bis 1227) ist ein Meisterwerk des romanisch-gotischen Stils Norditaliens.

Der Grundriss der eleganten Basilika ist ein lateinisches Kreuz, typisch für die Konstruktion der Benediktiner Zisterzienser.

Der Glockenturm wurde Anfang des 15. Jh. dazugebaut und der Kreuzgang im 16. Jh. erneuert.

    von:bis:    

Kirche San Bernardo in Vercelli
Kirche San Bernardo in Vercelli

Synagoge

Vercelli ist eine wichtige Stadt für die jüdische Gemeinde Italiens. Bereits 1146 gab es ein jüdische Gemeinschaft, deren Mitgliederzahl bis 1848 auf 600 anwuchs. Anfang des 19. Jh. wurde die Synagoge mitten im antiken hebräischen Ghetto errichtet.

Die Fassade ist im oberen Bereich durch orientalische Zinnen geschmückt und auf dem Wachturm befindet sich eine Skulptur, die die Gesetzestafel mit den 10 Geboten darstellt.

Geschichte von Vercelli

Erste Ansiedlungen gehen ins Bronzezeitalter ca. 2000 v.Chr zurück, bevor im 6. Jh v.Chr. eine Besiedlung durch die Kelten stattfand, später besiedelten Gallier und Römer im 1. Jh. v.Chr. das fruchtbare Gebiet.

Bereits in vorrömischen Zeiten war das Gebiet als Weide- und Viehland geschätzt und entwickelte sich zu einer blühenden Handels- und Wirtschaftsmetropole im Römischen Reich.

Die römischen Geschichtsschreiber Tacito und Plinio der Ältere beschrieben Vercelli als blühende Stadt, reich an Wäldern und fruchtbarem Weideland, auf dem Rinder, Schweine und Schafe gehalten wurden.

Vercelli befand sich an einem neuralgischen Verkehrsknotenpunkt zwischen Novara, Turin und Milano, sowie dem Mittelmeer und den Alpen. Damit war ein reger Handel möglich, der wertvolle Güter in die Stadt brachte.

Nach dem 2. punischen Krieg begann die römische Herrschaft in Vercelli. Im Jahr 49 v.Chr. wurde das "Municipium Vercellae" gegründet als Zeichen römischer Stadt. In dieser Zeit entstanden das Amphitheater, Straßen, Aquädukte und öffentliche Bäder.

Mit Vercelli ging es im Verlauf der Jahrhunderte ständig auf und ab. Zahlreiche Kriege zerstörten und entvölkerten die Stadt, darunter waren im Jahr 401 die Goten, später Attila und die Hunnen (451). Vercelli kam unter langobardische (6.-8 Jh.) und später unter französischer Herschafft.