Urlaub im Piemont, Urlaub in den Alpentälern von Monte Rosa bis Monviso
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Buco del Viso:

Das "Loch durch den Monviso" ist der erste Alpentunnel überhaupt. Er wurde 1475-1480 unter der Herrschaft des Markgrafen Ludwig II. von Saluzzo gebaut mit dem Ziel, einen Handelsweg zwischen Frankreich und Italien zu schaffen und die gefährlichen und schlecht begehbaren Colle delle Traversette zu vermeiden. Der Tunnel ist 75 m lang, ca. 3 m breit und 2 m hoch, gerade ausreichend, um Lastesel mit den Waren passieren zu lassen.

Die so geschaffene "Salzstraße - Via del Sale", auf der das wertvolle Gewürz von Frankreich nach Italien transportiert wurde, ist nur im Sommer und Herbst begehbar.

1997 wieder aktiviert, kann man heute, ausgerüstet mit Taschenlampe, durch das "Buco del Viso" nach Frankreich wandern.

Colle delle Traversette

Der Weg über die Colle delle Traversette hat historische Bedeutung, denn bereits Hanibal zog mit seiner Armee und seinen 37 Elefanten 218 vor Christus über die Alpen, um Italien zu erreichen.

Später beschrieb Dante in seiner "Heiligen Kommödie" die Karthager, die die Alpen nach Hanibal überquerten.

Als Handelsweg zwischen Italien und Frankreich wurden die Colle delle Traversette unter dem Markgrafen Ludwig genutzt.

Wanderroute Strasse des Salzes

Bis zum Buco del Viso ist der Weg im Sommer gut begehbar. Das Teilstück zwischen Buco del Viso und Colle delle Traversette erfordert Trittsicherheit und sollte nur bei schönem Wetter und Schneefreiheit begangen werden.

Vom Pian del Re folgt man der Ausschilderung GTA V16 entlang des Weges Colle delle Traversette/ Buco del Viso.

Gut sichtbar vom Pian del Re: Der "Steinerne König", wie der Monte Viso auch genannt wird
Gut sichtbar vom Pian del Re: Der "Steinerne König", wie der Monviso auch genannt wird

Tourdaten zur Wanderung Pian del Re - Buco del Viso - Colle delle Traversette

Es geht nun ununterbrochen bergauf und es folgen verschiedenen Abzweigungen, die wir unbeachtet lassen (Lago Superiore, Rifugio Giacoletti, Colle Armoine, Sentiero del Postino).

Über Serpentinen windet sich der gut ausgeschilderte Wanderweg zur Hochebene Pian Mait. In einem großen Bogen geht der Weg weiter an einem Steilhang berauf. Vorbei an Stacheldraht treffen wir auf die Ruine einer Kaserne, die zur Verteidigung der Grenze am Colle delle Traversette diente.

Rechts geht der V22 zum Passo del Luisas ab, den wir unbeachtet lassen und uns links halten.

Wenig später kommt die Abzweigung 2882 m zum Buco del Viso und Colle delle Traversette. Bei gutem Wetter kann man einen Rundweg einschlagen, bei schlechtem Wetter ist der Durchgang durch den Tunnel zu empfehlen und den Aufstieg zu Colle delle Traversette wegzulassen.

Es ist zu empfehlen, den Hinweg durch das Buco del Viso zu nehmen und auf französischer Seite links abzubiegen und über die Colle delle Traversette zurückzukehren.

Für die Durchquerung des Tunnels sollte man eine Taschenlampe einstecken haben. Der Ausstieg aus dem Alpentunnel wird auf französischer Seite immer wieder durch Murenabgänge verschüttet, so dass man durch ein schmales Loch nach draußen klettern muss.

Draußen angekommen, findet man links sofort die Spuren des Weges, der hinauf zum Colle delle Traversette in 2950 m führt.

Hat man die Colle delle Traversette überquert, geht es steil bergab über Felsen und zum Abzweig an der Kasernenruine.

Der Rückweg kann in derselben Weise zurück zum Pian del Re verlaufen oder am Abzweig Sentiero del Postino in Richtung Rifugio Giacoletti weitergehen.

Die Wanderung im Überblick auf der Karte

Tour ROT:


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Im Wanderführer Piemont ist diese Wanderung in umgekehrter Richtung ausführlich beschrieben. Es wurde die Variante über den Weg des Postino auf Via del Sale zum Buco del Viso und Colle delle Traversette eingebaut. Diese Strecke ist nur bei schönem Wetter nach Mitte Juli begehbar. Reine Gehzeit 7 h. Mit Übernachtung im Rifugio Giacoletti (siehe Berghütten) kann die Tour gut auf 2 Tage verteilt werden.

Piemont MM-Wandern

Unser Tipp: Piemont MM-Wandern von Sabine Bade, Wolfram Mikuteit

In der Heimat von Slow Food/t! Keine Massen, keine Lifte - das westliche Piemont ist unter Weitwanderern Kult. Zum Glück haben sich Sabine Bade und Wolfram Mikuteit in ihren 38 Touren all derer angenommen, die den wilden Teil der Alpen auf Tages- oder kürzeren Touren erleben wollen. Zwischen dem Gran Paradiso mit seinen vergletscherten Gipfeln und dem ausgedehnten Karstgebiet an der Punta Marguareis (nur 40 km vom Mittelmeer) bieten sich von Tal zu Tal ganz unterschiedliche Eindrücke, mal durch mächtige Kalkriffe, mal durch den fast schon legendären Monviso. Dazu fast überall sattgrüne Hochweiden mit einer unglaublichen Pflanzenwelt, klare Gebirgsseen und atemberaubende Panoramen.

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Sabine Bade, Wolfram Mikuteit, Euro14,90
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